Was ist die Menopause
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Die Menopause ist die letzte Regelblutung im Leben einer Frau – ein einzelner Tag, kein Zeitraum. Und man weiß erst rückblickend, wann er war: Die Menopause gilt als erreicht, wenn danach zwölf Monate lang keine Blutung mehr kam
Das ist der Grund, warum die Begriffe im Alltag durcheinandergehen. Die meisten Menschen sagen „Menopause" und meinen die Jahre davor, also die Perimenopause. Medizinisch sind das zwei verschiedene Dinge.
„Wechseljahre" ist kein Fachbegriff, sondern das deutsche Alltagswort für die Perimenopause und die ersten Jahre danach. Es ist völlig in Ordnung, es zu benutzen, es hilft nur nicht weiter, wenn du mit deiner Ärztin über eine Behandlung sprichst.
Warum die Zählung bei zwölf Monaten liegt
In der späten Perimenopause fallen Blutungen aus und kommen wieder. Pausen von zwei, drei oder sechs Monaten sind normal, und danach kann noch eine Blutung folgen. Die Zwölf-Monats-Regel ist der Kompromiss, auf den sich die Medizin geeinigt hat, weil danach eine erneute Blutung selten wird.
Selten heißt nicht nie: Bei einem Teil der Frauen kommt nach zehn oder elf Monaten doch noch eine Blutung, und dann beginnt die Zählung von vorn.
Wichtig und oft übersehen: Eine Blutung, die mehr als ein Jahr nach der letzten auftritt, gehört immer ärztlich abgeklärt. Das ist kein Grund zur Panik, aber es ist auch nichts, was man abwartet.
Was das praktisch bedeutet
Verhütung. Solange die Menopause nicht sicher erreicht ist, kannst du schwanger werden auch bei unregelmäßigem Zyklus. Eine Hormontherapie ist keine Verhütung. Die Faustregel der Fachgesellschaften: bis 50 noch ein Jahr nach der letzten Blutung verhüten, ab 50 ein Jahr.
Beschwerden. Die stärksten Beschwerden liegen meist vor der Menopause, nicht danach. Viele Frauen sind überrascht, dass die schlimmste Zeit hinter ihnen liegt, bevor der Begriff überhaupt zutrifft.
Nach der Menopause verschiebt sich das Thema. Hitzewallungen lassen bei den meisten nach. Dafür rücken Knochendichte, Herz-Kreislauf-Gesundheit und Scheidentrockenheit in den Vordergrund. Dinge, die nicht wehtun, aber langfristig zählen.
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In Deutschland im Mittel um 51 Jahre. Die normale Spanne reicht etwa von 45 bis 55. Vor 40 spricht man von vorzeitigen Wechseljahren und das gehört abgeklärt.
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Nicht zuverlässig. Der AMH-Wert (Anti-Müller-Hormon) gibt eine grobe Orientierung über die Eizellreserve, sagt aber den Zeitpunkt nicht voraus. Der beste Anhaltspunkt bleibt das Alter, in dem die eigene Mutter in die Wechseljahre kam.
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Wenn die Eierstöcke operativ entfernt werden oder durch eine Chemo- oder Strahlentherapie ihre Funktion verlieren. Dann setzt die Menopause nicht allmählich ein, sondern von einem Tag auf den anderen, die Beschwerden sind entsprechend heftiger und werden anders behandelt.
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Möglich. Die sehr frühe Perimenopause zeigt sich oft zuerst am Schlaf, an der Stimmung vor der Periode oder an Nachtschweiß, der Zyklus bleibt dabei noch im normalen Rahmen.
Diese Informationen ersetzen kein Gespräch mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Dein Beitrag zum Magazin
Dieses Magazin lebt nicht von mir allein.
Es lebt von Frauen, die irgendwann gesagt haben: Jetzt bin ich dran.
Vielleicht bist das du. Vielleicht hast du mit 54 nochmal alles umgeworfen.
Vielleicht hast du in den Wechseljahren etwas gelernt, das dir keine Ärztin erzählt hat. Vielleicht ist deine Geschichte auch einfach nur ein ehrlicher Satz über einen Dienstagmorgen, an dem du dich selbst nicht mehr erkannt hast.