Was ist die Menopause

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Die Menopause ist die letzte Regelblutung im Leben einer Frau – ein einzelner Tag, kein Zeitraum. Und man weiß erst rückblickend, wann er war: Die Menopause gilt als erreicht, wenn danach zwölf Monate lang keine Blutung mehr kam

Das ist der Grund, warum die Begriffe im Alltag durcheinandergehen. Die meisten Menschen sagen „Menopause" und meinen die Jahre davor, also die Perimenopause. Medizinisch sind das zwei verschiedene Dinge.

Die vier Phasen

Phasen: Was sie bezeichnet: Typisches Alter:
Prämenopause die fruchtbaren Jahre bis zu den ersten Veränderungen bis etwa 40
Perimenopause die Übergangsphase bis ein Jahr nach der letzten Blutung etwa 40 bis 55
Menopause die letzte Regelblutung, rückblickend bestimmt im Mittel um 51
Postmenopause alles danach … ab etwa 52

„Wechseljahre" ist kein Fachbegriff, sondern das deutsche Alltagswort für die Perimenopause und die ersten Jahre danach. Es ist völlig in Ordnung, es zu benutzen, es hilft nur nicht weiter, wenn du mit deiner Ärztin über eine Behandlung sprichst.

Warum die Zählung bei zwölf Monaten liegt

In der späten Perimenopause fallen Blutungen aus und kommen wieder. Pausen von zwei, drei oder sechs Monaten sind normal, und danach kann noch eine Blutung folgen. Die Zwölf-Monats-Regel ist der Kompromiss, auf den sich die Medizin geeinigt hat, weil danach eine erneute Blutung selten wird.

Selten heißt nicht nie: Bei einem Teil der Frauen kommt nach zehn oder elf Monaten doch noch eine Blutung, und dann beginnt die Zählung von vorn.

Wichtig und oft übersehen: Eine Blutung, die mehr als ein Jahr nach der letzten auftritt, gehört immer ärztlich abgeklärt. Das ist kein Grund zur Panik, aber es ist auch nichts, was man abwartet.

Was das praktisch bedeutet

Verhütung. Solange die Menopause nicht sicher erreicht ist, kannst du schwanger werden auch bei unregelmäßigem Zyklus. Eine Hormontherapie ist keine Verhütung. Die Faustregel der Fachgesellschaften: bis 50 noch ein Jahr nach der letzten Blutung verhüten, ab 50 ein Jahr.

Beschwerden. Die stärksten Beschwerden liegen meist vor der Menopause, nicht danach. Viele Frauen sind überrascht, dass die schlimmste Zeit hinter ihnen liegt, bevor der Begriff überhaupt zutrifft.

Nach der Menopause verschiebt sich das Thema. Hitzewallungen lassen bei den meisten nach. Dafür rücken Knochendichte, Herz-Kreislauf-Gesundheit und Scheidentrockenheit in den Vordergrund. Dinge, die nicht wehtun, aber langfristig zählen.

Diese Informationen ersetzen kein Gespräch mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.


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